Erste Pferdebahnwagen bilden die Ausgangsprodukte für den Schienenfahrzeugbau

Die Reparationszahlungen Frankreichs nach einem gewonnenen deutschen Feldzug gegen Frankreich erbrachten in Deutschland einen erheblichen industriellen Schub, auch politisch wird Deutschland durch die Reichsgründung Bismarcks gestärkt. Zunächst reagierten die ausländischen Wettbewerber auf den zunehmenden wirtschaflichen Druck aus Deutschland mit der Diskriminierung deutscher Erzeugnisse durch die Warenkennzeichen 'Made in Germany'. Das Werturteil über die deutsche Industrie auf der Weltausstellung in Philadelphia lautete „billig und schlecht“

Auch das Eisenbahnnetz in Europa entwickelte sich rasch, 1875 hatte das deutsche Eisenbahnnetz bereits eine Länge von 27474 km erreicht, es hatte damit die führende Position in Europa eingenommen. Bereits 1880 wurden Festlegung von „Normalien“ für Personenwagentypen durch die Königlich-Preußische Staatseisenbahn vorgenommen, eine Voraussetzung für den grenzüberschreitenden Personenverkehr

Neben 'High-Tech'-Produkten der damaligen Zeit, wie Dampfmaschinen, Dampfkessel, Transmissionen, Wasserräder reagierte der Betrieb mit dem Bau von Pferdebahnwagen 1878 auf die steigenden Anforderungen eines Schienenverkehrs - damit war die Basis des späteren Waggonbaues gelegt.

Ein Blick in die Maschinen-Werkstatt von 1878. Lange Transmissionswellen an der Hallendecke durchziehen die gesamte Werkstatt. Die einzelnen Maschinen wurden von dieser durch Treibriemen angetrieben. Der Maschinen-Einzelantrieb war noch nicht erfunden. Oft wurden die Hauptwellen direkt von einer Dampfmaschine angetrieben, später von einem großen Elektromotor, der seinerseits vom Dynamo der betrieblichen Dampfmaschine angetrieben wurde.

Auf dem Gebiet des Dampffeuerspritzenbaues (1878 erste Lieferung an die Feuerwehr in Berlin) auf der Basis der Konstruktion von Geheimrat von Bach, wurde Bautzen Marktführer auf diesem Gebiet in Deutschland